Tasche Klosterneuburg

Die fertige Tasche.

Der Ausdruck ist fertig für die Belichtung.

Das beschichtete, belichtete und bereits ausgewaschene Sieb.

Wie kam die Insel auf den Stoff?

Am Anfang gab es eine Idee, eine Grafik, eine Spielerei. Und genau diese freie Arbeit kam so gut an, dass tatsächlich Taschen daraus geworden sind.

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Hier möchte ich Euch zeigen wie die Grafik auf den Stoff kommt: Der erste Schritt ist die schnelle Grafik zu einer Reinzeichnung machen. Zeichnen, scannen, verwerfen, nochmals zeichnen, scannen, solange bis es passt. Aber wann passt es denn? Nun ja, irgendwann muss man fertig werden, ich neige dazu ewig zu tüfteln. In meinem Brotjob, den Zeitschriften ist es einfacher, da gibt es einen ungeduldigen Drucker und einen Termin.
Wenn die Reinzeichnung fertig ist wird diese auf eine spezielle Folie gedruckt. Hier kommt es darauf an, dass der Druck wirklich randscharf und hochdeckend ist. Schwarz muss wirklich schwarz sein. Grautöne sind nicht erlaubt.

Was ist Siebdruck?

Ein unheimlich tolles Druckverfahren! Nahezu jedes Material kann mit den geeigneten Farben bedruckt werden. Papier, Textil, Kunststoff, Glas, Matall, … Der Farbauftrag ist schön satt und das Ergebnis wirkt edel und hochwertig.

Grundsätzlich ist es keine komplizierte Sache. Einfach gesagt, wird beim Siebdruck die Farbe durch ein feinmaschiges Gewebe gestrichen. Je nachdem was bedruckt werden soll, welche Farben zum Einsatz kommen und welches Motiv es ist.

Bevor man drucken kann, bedarf es einiges an Vorbereitungen, hier eine wirklich kurze Zusammenfassung:

  1. Entfetten: Das Sieb muss einfach sauber sein, nur dann gibt es ein sauberes Ergebnis
  2. Beschichten: Mit einer Rinne wird eine lichtempfindliche Schicht dünn von beiden Seiten auf das Sieb aufgetragen
  3. Belichten: Die Folie oder der Film wird auf das Sieb gelegt und eine gewisse Zeit belichtet
  4. Auswaschen: Das Sieb muss unter die Dusche! Dort wo die schwarzen Bereiche der Vorlage waren ist die Beschichtung wasserlöslich geblieben und sie lässt sich mit Wasser auswaschen. Wenn alles geklappt hat ist das Sieb fast zum Drucken bereit, trocknen lassen, und nachbelichten, bei schönen Wetter einfach in die Sonne legen.
  5. Drucken: eine ordentliche Menge Farbe kommt jetzt auf das Sieb, mit einer Rakel wird geflutet, die Farbe in die Lücken gestrichen und anschließend auf das Papier, den Stoff oder einen anderen Berdruckstoff durchgedrückt.
  6. Fertig! Oder nein, nicht immer, bestimmte Farben müssen noch fixiert werden.

Was ich hier beschreibe ist der Handsiebdruck, klar wird industriell anders gearbeitet und die einzelnen Arbeitsschritte sind mehr oder weniger automatisiert. Trotz aller Technik ist dieses Druckverfahren aber immer noch mit sehr viel Handarbeit verbunden, vielleicht ist gerade deshalb dieses Verfahren ein Liebkind vieler Künstler.

 

2018-05-04T09:32:55+00:00
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